Leitfaden

Definition Spielgruppe

Die Spielwerkstatt wird nach den Richtlinien der SSLV (Schweizerische Spielgruppenleiterinnen Verband) geführt und schliesst sich deren Definition an.

Spielgruppen sind dem Bildungs- und Erziehungswesen zuzurechnen. Sie bieten dem Kind ab ca. drei Jahren mit dem Bildungsmittel Spiel wichtige Primärerfahrungen in einer konstanten Gruppe (maximal 10 Kinder) als Basis für eine gute Persönlichkeits- und Lernentwicklung.
In der Spielgruppe lernen die Kinder, ihren Platz in einer Gruppe Gleichaltriger zu finden. Sich behaupten, Rücksicht nehmen, sich gegenseitig mit Stärken und Schwächen akzeptieren, einander helfen, aufeinander hören, aber auch streiten und wieder Frieden schliessen, gehören zur Spielgruppe.
Hier wird gespielt, mit verschiedensten Materialien gewerkt, gesungen, gemalt, geknetet, musiziert, gelärmt, Geschichten erzählt. Spielerisches Erleben, kreatives und gemeinsames Tun stehen im Zentrum aller Aktivitäten und nicht die Herstellung von Bastelprodukten.
Alle Angebote sind freiwillig, so dass das Kind sich auch zurückziehen, beobachten, seinen eigenen Rhythmus leben und auf seine Art am Geschehen teilnehmen kann. Die Spielgruppe hat daher keinen Spiel- und Lehrplan. Die Kinder bestimmen weitgehend die Aktivitäten. Die Leiterin bietet dazu einen grossen Freiraum und klare Grenzen. Das Hauptbildungsmittel ist das Spiel.
Jedes Kind wird bei seiner Entwicklung dort abgeholt wo es gerade steht und bekommt das Maximum, um geistig und körperlich zu wachsen und um längerfristig sein Potenzial entfalten zu können.


Spielgruppenpädagogik


Die Spielgruppe als Bildungsfundament basiert auf einem zeitgemässen Bildungsverständnis im Kleinkindesalter. Kinder sind von Geburt an kompetent und aus eigenem Antrieb aktiv. Frühkindliche Bildung in der Spielgruppe heisst deshalb: Die Kinder wählen ihre Aktivitäten selbst. Die Spielgruppenleiterin sorgt für eine anregende und altersgerechte Umgebung, anerkennt die Wahl des Kindes, begleitet und unterstützt den Selbstbildungsprozess.
Das erlernen von Basiskompetenzen durch Erfahrungs- und Beziehungsprozesse steht in der Spielgruppenpädagogik im Mittelpunkt. Mit dem Bildungskonzept „Spielzeit ist Lernzeit!“ und den sozialen Beziehungen zu anderen Kindern und Erwachsenen ist die Spielgruppe ein wichtiger Baustein in der frühkindlichen Entwicklung.
In der Spielwerkstatt ziehen sich pädagogische Leitsätze wie: «Hilf mir es selbst zu tun.» / Maria Montessori und «Selber schaffen schafft Selbstvertrauen», wie ein roter Faden durch den Alltag.


Das Angebot


Die Spielwerkstatt bietet...
- Spielgruppen für Kinder ab dem ca. zweiten Lebensjahr bis zum Eintritt in den Kindergarten an.
- Gruppen für die Kleinsten- für Kinder zwischen 2 bis 3 Jahren
- Gruppen für Kinder ab 3 Jahren
- Gruppen am Nachmittag
- Dusse-Gruppe auf dem Bauspielplatz für Kinder ab 3 Jahren
- einen Treffpunkt für Mütter mit ihren Kindern im Alter zwischen 0 und 2 Jahren. Die Krabbelgruppe trifft
  sich an einem Nachmittag von 14.00 bis 17.00 Uhr.
- einen Ort wo sich Eltern von Kleinkinder treffen und austauschen können.


Die Spielwerkstatt und die Eltern


Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Elternhaus und den Betreuungspersonen, welche in der Spielwerkstatt arbeiten ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die gesunde Entwicklung der Kinder. Die Spielwerkstatt legt grossen Wert auf regelmässigen Austausch und gemeinsame Aktivitäten zum Wohle und im Interesse des Kindes und seines Umfeldes


Leitsätze und Ziele


Das Kind ...
... steht im Mittelpunkt.
... wählt den Zeitpunkt.
... ist einzigartig.
... begreift durch Erfahrung.
... übt die Sinne.
... lernt mit und von anderen Kindern.
... fühlt sich sicher und geborgen.
... vertraut seinen Fähigkeiten.
... entdeckt seine Stärken.
... fühlt sich zugehörig.
... teilt sich mit.


Qualität

  1. Hier arbeiten gut qualifizierte Leiterinnen mit mehrjähriger Erfahrung.
  2. Die Gruppengrösse beträgt 6 bis 12 Kinder.
  3. Die Gruppen werden je nach Zusammensetzung und Alter der Kinder von einer ausgebildeten Spielgruppenleiterin (oder einer Person  mit äquivalenter Ausbildung), mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung und bei Bedarf einer zusätzlichen Begleitperson betreut.
  4. Grosse, helle und kindergerecht eingerichtete Räumlichkeiten sind selbstverständlich.
  5. Eine enge Zusammenarbeit zwischen den Betreuungspersonen der Spielwerkstatt und den Eltern wird gepflegt.
  6. Die Leiterinnen der Spielwerkstatt sind Mietglieder der FKS (Fach- und Kontaktstelle) Spielgruppen-Leiterinnen Knonaueramt und der SSLV.

 

 

Spielen bedeutet:

Erfahrungen und Kräfte fürs Leben sammeln!